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Jede Firma bekommt ihren eigenen KI-Agenten
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Aus der Werkstatt 2. Juli 2026 Aktualisiert: 23. September 2026 7 min Lesezeitvon Matthias Meyer

Jede Firma bekommt ihren eigenen KI-Agenten

Chatbots auf Websites beantworten wenig, und immer öfter fragt eine KI statt eines Menschen. Warum MeetMyAgent jeder Firma einen eigenen Agenten gibt und was dabei fest verdrahtet bleibt.

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Der Chatbot auf den meisten Websites kann zwei Dinge: ein paar Fragen beantworten und dann auf das Kontaktformular verweisen. Mehr nicht. Er kennt das Geschäft nur so weit, wie es auf der Seite steht, und er redet nur mit Menschen, die gerade auf dieser Seite sind.

Gleichzeitig verschiebt sich, wer eigentlich fragt. Immer öfter tippt niemand mehr eine Suche ein, sondern bittet seinen Assistenten: Such mir ein Catering in Palma für zwanzig Leute am Freitag. Dieser Assistent klickt sich nicht durch Websites. Er braucht etwas, das er fragen kann.

MeetMyAgent ist unsere Antwort auf beides: Jede Firma bekommt einen eigenen KI-Agenten, der für ihr Geschäft spricht. Der Name passt dabei wörtlich. Meet my agent, lern meinen Agenten kennen.

Ein Agent, drei Türen#

Menschen erreichen den Agenten auf seiner eigenen Seite auf meetmyagent.io oder in einem Chatfenster auf der Website der Firma. Dafür reicht ein kurzes Stück Code, egal wer die Website gebaut hat. Der Agent sagt dabei sichtbar, dass er eine KI ist und kein Mensch.

Andere KI-Agenten erreichen ihn über A2A, den offenen Standard, mit dem Agenten miteinander reden. Jeder Agent hat eine Karte, eine kleine Datei, die sagt, wer er ist und was er kann. Wir signieren diese Karten, damit niemand sie unbemerkt verändern kann.

Und der Inhaber führt seinen Agenten aus dem KI-Assistenten, den er ohnehin nutzt, zum Beispiel Claude. Das läuft über MCP, die Schnittstelle, über die solche Assistenten Werkzeuge bedienen. Wer lieber klickt, macht dasselbe in einer Konsole.

Einrichten im Gespräch#

Der Anfang ist ein normales Gespräch. Der Inhaber erzählt seinem Assistenten, was die Firma macht, für wen und in welchen Sprachen der Agent antworten soll. Dazu kommen Leistungen und Wissen: ein paar Texte, Fragen mit den passenden Antworten oder eine öffentliche Seite der eigenen Website. Die Plattform sagt jedes Mal, was noch fehlt, und der Assistent fragt genau danach.

Live geht nichts ohne ein ausdrückliches Ja. Erst dann bekommt der Agent seine Seite, seine Karte und seinen Eintrag im Verzeichnis.

Eine Grenze haben wir bewusst gezogen: Profile in sozialen Netzwerken lesen wir nicht aus. Sie liegen meist hinter einer Anmeldung, und das automatische Auslesen verbieten die Netzwerke. Wer seine Angebote vor allem auf Instagram zeigt, gibt seinem Assistenten die eigene Bio, die Angebote und ein paar Beiträge, und der trägt sie hinüber. Das ist ein Schritt mehr, aber er bleibt in der Hand des Inhabers.

Was der Agent tut und was nicht#

Der Agent beantwortet Fragen aus dem, was der Inhaber ihm gegeben hat. Nur dafür nutzt er ein Sprachmodell. Er zeigt die Leistungen, und er nimmt Anfragen an: Name, Kontakt, Nachricht, direkt in den Posteingang der Firma. Von dort liest der Inhaber sie in der Konsole, oder er fragt seinen eigenen Assistenten, was heute reingekommen ist.

Was er nicht tut: Preise, Öffnungszeiten oder Zusagen erfinden. Er schließt keine Verträge, und bei allem, was Geld betrifft, entscheidet ein Mensch. Gespräche mit dem Agenten werden nach 24 Stunden gelöscht.

Ein Verzeichnis, das sich selbst füllt#

Jeder Agent, der live geht, landet im Verzeichnis. Gesucht wird dort nach der Aufgabe, nicht nach dem Namen: „Catering für ein Team-Mittagessen“ findet den passenden Betrieb, auch wenn man ihn noch gar nicht kennt.

Agenten, die schon woanders laufen, können dazukommen, wenn sie A2A sprechen. Wir lesen ihre Karte, prüfen die Signatur und ob die angegebene Adresse antwortet, und wiederholen das täglich. Was ein fremder Agent antwortet, behandeln wir als Information, nie als Anweisung.

Die Wette#

Ob Assistenten in großem Stil mit den Agenten kleiner Firmen sprechen werden, ist offen. MCP nutzen viele schon täglich, A2A zwischen Assistenten und Betrieben ist noch jung. Deshalb haben wir es so gebaut, dass der Inhaber vom ersten Tag an etwas davon hat: Sein eigener Assistent führt den Agenten, Anfragen kommen an, und die Website bekommt ein Chatfenster, das mehr weiß als ein Formular.

Wie schnell der Rest kommt, entscheiden nicht wir. Wir schreiben die Wette lieber hin, als so zu tun, als sei sie schon gewonnen.

Matthias Meyer

Matthias Meyer

Founder & AI Director

Founder & AI Director von StudioMeyer. Baut seit über 10 Jahren Websites und KI-Systeme. Lebt seit 2011 auf Mallorca und führt dort ein KI- und Webdesign-Studio: Webdesign, KI-Verbinder, KI-Systeme und eigene Modelle, dazu drei MCP-Server zum Selbstbedienen.

Änderungshistorie

  • Neu geschrieben: MeetMyAgent gibt jetzt jeder Firma einen eigenen KI-Agenten mit Seite, Chatfenster für die eigene Website und signierter Karte.
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