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WebMCP auf deiner Website: aktuelle API und praktische Prüfschritte
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KI-Verbinder 27. Februar 2026 Aktualisiert: 30. September 2026 12 min Lesezeitvon Matthias Meyer

WebMCP auf deiner Website: aktuelle API und praktische Prüfschritte

Eine Website mit WebMCP testen: document.modelContext, lesende Suche, deklarativer Formularvorschlag und A2A sauber unterscheiden. Mit Code und Integrationsgrenzen.

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Eine Website wird für KI-Agenten besser bedienbar, wenn ihre Funktionen klare Eingaben und Ergebnisse haben. WebMCP ist ein Vorschlag, diese Funktionen als Werkzeuge direkt im Browser bereitzustellen. Das kann etwa bei einer Objektsuche, einer Verfügbarkeitsabfrage oder einem Formular helfen.

Stand 30. September 2026: WebMCP ist ein W3C Community Group Draft, kein W3C-Standard. Browser-Implementierung und Unterstützung durch den konkreten Agenten müssen getrennt geprüft werden. Eine Installation von Chrome allein macht eine Website noch nicht für jeden Assistenten aufrufbar.

MCP, A2A und WebMCP auseinanderhalten#

SchnittstelleAufgabeWo sie lebt
MCPAssistenten Werkzeuge, Daten und Prompts bereitstellenEin vom Client erreichbarer Server, lokal oder remote
A2AAufgaben und Nachrichten zwischen Agenten austauschenSchnittstelle eines ausführbaren Agenten
WebMCPFunktionen einer geöffneten Website als Werkzeuge anbietenBrowser-Dokument
Eigene agents.jsonDie eigenen HTTP-Schnittstellen beschreibenÖffentliches Manifest, sofern du eines bereitstellst

Eine agents.json ist kein Bestandteil des MCP-Protokolls. Eine A2A-Agent-Card beschreibt einen Agenten und seine Skills; die Datei allein führt keine Buchung aus. Es gibt keine allgemeine Zusage, dass ChatGPT oder Claude jede Website automatisch nach einer agents.json durchsuchen.

Ein Werkzeug im aktuellen WebMCP-Entwurf#

Der aktuelle API-Einstieg ist document.modelContext. Ältere Beispiele mit navigator.modelContext gehören zu einem früheren Entwurfsstand. Hier ist eine lesende Objektsuche:

if (document.modelContext) {
  await document.modelContext.registerTool({
    name: "search_properties",
    description: "Search property listings by location and maximum price",
    inputSchema: {
      type: "object",
      properties: {
        location: { type: "string" },
        maxPrice: { type: "number", minimum: 0 }
      },
      required: ["location"]
    },
    annotations: { readOnlyHint: true },
    execute: async ({ location, maxPrice }, { signal }) => {
      const query = new URLSearchParams({ location });
      if (maxPrice !== undefined) query.set("maxPrice", String(maxPrice));
      const response = await fetch(`/api/listings?${query}`, { signal });
      if (!response.ok) throw new Error("Property search failed");
      return response.json();
    }
  });
}

Der Code ist ein Beispiel nach dem aktuellen Entwurf. Er benötigt einen unterstützenden Browser und eine von dir implementierte /api/listings-Route. Der execute-Callback erhält die Eingaben und ein Abbruchsignal. readOnlyHint beschreibt die beabsichtigte Wirkung; die Anwendung muss trotzdem Berechtigungen und Eingaben prüfen. Eine Annotation verhindert keine schädlichen Aktionen.

Formulare deklarativ beschreiben#

Der offizielle deklarative Explainer beschreibt Attribute wie toolname und tooldescription, nicht data-mcp-tool:

<form action="/search" method="get"
      toolname="search_properties"
      tooldescription="Search property listings by location">
  <input name="location" required />
  <button type="submit">Search</button>
</form>

Das ist ein Entwurfsmuster. Der deklarative Teil der Spezifikation enthält noch offene Algorithmen. Prüfe die tatsächliche Browser-Unterstützung und lass das Formular weiterhin normal funktionieren. Für eine kostenpflichtige Buchung oder eine Kontaktanfrage ist eine ausdrückliche Bestätigung im Ablauf sinnvoll; verwende kein automatisches Absenden, wenn damit eine ungeprüfte Zusage entsteht.

Was du zuerst bauen solltest#

Beginne mit einer lesenden Funktion, die du ohnehin brauchst. Beschreibe die Parameter genau, begrenze die Ergebnismenge und teste Fehlersituationen. Erst danach folgen Aktionen, die etwas verändern. Anmeldung, Berechtigungen, Schutz vor Missbrauch und Datenschutz gehören in den eigentlichen Prozess.

Veröffentliche eine Agent Card nur, wenn dahinter ein A2A-Agent die beschriebenen Skills ausführt. Version 1.0 nennt Adresse, Binding und Protokollversion in supportedInterfaces. Ein öffentliches Manifest braucht nicht automatisch offene CORS-Regeln: CORS betrifft browserseitige Zugriffe; serverseitige Agenten unterliegen dieser Browserprüfung nicht.

Was sich daraus nicht ableiten lässt#

Eine Integration garantiert weder bevorzugte KI-Zitate noch bessere Google-Rankings oder mehr Kunden. Ein eigener Prüfspruch wie „AI-Ready“ sollte die tatsächlich geprüften Eigenschaften und die Grenzen nennen. Einen allgemeinen WebMCP-Score von 110 Punkten oder eine vorgeschriebene Zahl an Werkzeugen gibt es nicht.

Für einen Betrieb lohnt sich ein Versuch, wenn ein konkreter Arbeitsablauf dadurch einfacher wird und ein passender Agent verfügbar ist. Unsere Angebote findest du beim Webdesign und bei den KI-Lösungen.

Quellen: WebMCP-Spezifikation, Chrome Early Preview, A2A 1.0.

Matthias Meyer

Matthias Meyer

Founder & AI Director

Founder & AI Director von StudioMeyer. Baut seit über 10 Jahren Websites und KI-Systeme. Lebt seit 2011 auf Mallorca und führt dort ein KI- und Webdesign-Studio: Webdesign, KI-Verbinder, KI-Systeme und eigene Modelle, dazu drei MCP-Server zum Selbstbedienen.

Änderungshistorie

  • WebMCP-Website-Guide mit aktueller API, korrektem Formularentwurf und überprüfbaren Integrationsschritten erneuert.
WebMCPAI-Readyagents.jsonW3Cchrome-146agent-discoveryA2A
WebMCP + Agenten-Protokolle

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